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Der Maler, Grafiker und Kunstpädagoge Torsten Hennig hat viel Bewegendes, das er heute mitteilt: Differenzierungsprodukte als Entwürfe einer Verfremdungsästhetik bildgebender Transformationen (Fotografie, Malerei, Grafik), die aus dem Naturstudium überraschend neue Aspekte von Empfindungen, von Vegetabilität und Bewegung generieren.

 

Impuls für seine Arbeit an der Imagination des Nichtsichtbaren war seine Begegnung mit der Lyriksammlung des Kunstwissenschaftlers Burkhard Kunkel. Torsten Hennig stenografiert ihre Empfindungen, beeindruckt seine Malgründe mit ihrer Lebenslust und Energie. 

 

In der Auseinandersetzung mit der emotionalen Gestimmtheit seiner Texte, aus ihrer fühlbaren Unnachgiebigkeit schuf Henning Bilder, die abseits allgemein geläufiger Ideen und Gedankenkonzepte die Weiten des Berührbaren einer inneren Welt durchstreifen, bevor sie hier in diesem Band erstmals als eine Art visuelles Responsorium sichtbar werden. 

 

Hennigs Werk gleicht einer Suche nach Antworten auf die Abstraktion der Buchstaben und gesetzten Worte, deren Stimmung er wiederum in ihre Welt der Bilder zurück 'übersetzt', aus der sie in Wahrheit gekommen sind. 

 

Seine Bilder erscheinen vielleicht verschlossen und unfertig, vielmehr sind sie jedoch offene Partitur, die erst in der Betrachtung und erst am Resonanzboden des Publikums ins Schwingen gerät. Und erst im Vorgang des Betrachtens und Hörens einiger Texte vollenden Sie erst dies begonnene Werk ganz für sich und jedes Mal – bis hin zum Ende und was danach kommt und danach bleibt... 

Text: Prof. Dr.Dr. Burkhard Kunkel, Universität Oslo, Kunstwissenschaften

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